Fr
29
Jan
2010
Die drei ??? und der Automarder (040)

Erzählt von: William Arden
Regie: Heikedine Körting
Erschienen: 22.11.1986
Länge: 47:03 min
Klappentext
In Rocky Beach klirren die Autoscheiben, die ein geheimnisvoller Automarder serienweise zertrümmert. Und nicht nur das: ein "Adler" verschwindet. Ein Fall, der selbst für die drei Detektive unlösbar zu sein scheint. Doch dann geht dem Ersten Detektiv ein Licht auf!
Zusammenfassung
Der junge William Margon bricht mehrere Male in der Woche auf einem Sportrad mit einem Luftgewehr Autofenster ein, um so im Laden seines Vaters, der Ersatzfenster für Autos verkauft, gut auszusehen und Mr. Margon zufrieden zustellen. Dann gibt es noch die Trittbrettfahrerin Sarah Temple, die eine wertvolle Münze ihres alten Vaters stehlt, um an Geld zu kommen. Sie lässt es aussehen, als hätte William den Raub begangen, durch einen kleinen Fehler kann Justus sie aber überführen.
Bewertung
Diese Folge kann man als Nicht-Klassiker bezeichnen. Sie wurde niemals zu einem der großen ???-Klassiker - und wird es wohl auch niemehr. Was allerdings nicht ganz gerecht ist. Die Folge hat eine relativ einfach geknüpfte Story, die aber von vielen kleinen Details lebt, die am Ende zu einem sehr logischen Gesamtbild zusammen gesetzt werden. Dies ist sehr realitätsnah dargestellt und dadurch wird weitere Atmosphäre und Spannung aufgebaut. Die Sprecherleistungen sind sehr gut: Jochen Sehrndt spielt die Rolle des alten, sich aufregenden Mr. Temples perfekt. Und auch Tim bzw. Tarzan von TKKG ist in der Rolle von Paul Jacobs ist in der Folge gut aufgehoben. Zudem ist es interessant, ihn mal nicht als aggressiven und superschlauen moralischen Typen zu hören. Die Folge lebt von ihren sehr langen und ausführlichen Dialogen. Dadurch ist das Erzähltempo nicht allzu dynamisch, dies zählt aber zu den großen Pluspunkten, da solche Gespräche sonst eigentlich eher aufs wichtigste gekürzt werden. So entsteht eine tolle Atmosphäre und man hat das Gefühl, vor Ort dabei zu sein. Die neue Musik ist passend eingesetzt worden. Toll ist auch der Auftritt von Morton! Einzig das ständige Benutzen der Telefonlawine (dreimal) ist etwas nervig, letzlich aber doch logisch in der Situation. Insgesamt ist Automarder ein unterschätzter Nicht-Klassiker mit vielen tollen Details, durch die langen aber gut inszenierten Dialoge ist die Story aber leicht zu verfolgen und auch realitätsnah. Daher wurde sie wohl auch nie zum Klassiker. Zum mehrmals Nebenbeihören oder abends zum Einschlafen kann man die Folge aber immer wieder gut hören!
**** 1/2

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